Balkan Tour & Materialtests

Einmal nach Kroatien, Bosnien, Montenegro und zurück; 3200km in 12 Tagen, davon 10 Fahrtage. Pannenfrei dank zwei Yamaha xtz750 Super Ténérés!

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Route
CH – Po-Ebene – Euganeisches Gebirge – Rijeka(HR) – Insel Krk – Insel Rab – Velebit Gebirge – Krka Nationalpark – Makarska – Dubrovnik – Kotor (MNE) – Nikšić (MNE) – Trebinje (BIN) – Split – Ancona (I) – Gardasee – CH.
85% road, 15% offroad.

Eine Tour mit vielen Eindrücken und Lustmacher auf mehr. Kroatien ist ein tolles Land – freundliche Leute, wunderschöne Landschaft, verlassene Bergregionen, kristallklares Meer, gutes Essen und einer geschichtsträchtigen Vergangenheit.
Montenegro hat uns überrascht; vom Meer gings im ZickZack auf über 1000müM mit einer umwerfenden Aussicht, dann auf menschenleeren Nebenstrassen 100km ins Landesinnere. Leider mussten wir wegen Regen die Weiterreise in Montenegro abbrechen und richtung Kroatien zurückfahren. Montenegro steht aber zweifelsfrei auf dem Radar für eine erneute Entdeckungstour (ON- UND OFFROAD)!

Da wir im Vorfeld viel Recherche betrieben haben was die Ausrüstung betrifft, möchte ich hier das Essentiellste teilen.

Motorrad: Yamaha XTZ750 Jg. 1989, 70tkm. Upgrades; progressive Gabelfedern, YSS Federbein hinten, Sattel härter und höher gepolstert, USB Ladebuchse, neuer Kettenkit, neue Rad- Schwingenlager, neue Ruckdämpfer, neue Bremsbeläge, grosser Service, neue Lithiumbatterie, Lenkererhöhung 20mm.
Kaufpreis bei Ricardo 1200chf, Upgrades und Serviceteile 1600chf.
+
Super Motor, super Fahrwerk! Wir waren von den Bikes restlos begeistert. Am selben Tag kann man mittelharte Offroadpassagen fahen und später mit 130km/h stundenlang entspannt auf der Autobahn düsen. Eine Allzweckwaffe für jeden Einsatz!
Auf der Strasse ist die Leistung mehr als ausreichend und das Bike ist in Kurven sehr agil. Auch im Gelände kommt man ordentlich voran. Schotterstrassen und kleine Wanderwege mit grobem Schotter und grösseren Steinen sind für das Dickschiff kein Hindernis. Natürlich ist die Getriebeabstimmung eher für den Strasseneinsatz ausgelegt, aber wir waren überrascht in welchem Gelände wir uns mehr oder weniger mühelos bewegen konnten.
Durchschnittsverbrauch (mit CH Setup) 5.2-6-0 lt. Ölverbrauch kaum messbar.

Gewicht beim Rangieren. Das Bike wiegt mit vollem Tank soviel wie eine schwangere Kuh. Man muss sich also vorher überlegen wo man parkt und wie man wieder weg kommt.

xtz750

Bereifung: Heidenau K60 Scout
+
Wendig auf der Strasse, griffig im einfachen Gelände. Empfehlenswerter Allroundreifen für 50/50 Touren. Hatten nie einen Rutscher, weder bei trockener, noch bei nasser Strasse. Der Reifen vermittelt ein sicheres Fahrgefühl.

Eingeschränkte Laufleistung. Wegen des hohen Gewichtes und der Frontlastigkeit der XTZ750 bekommt der Vorderreifen nach 4500km Stufen und wird holprig beim Fahren. Hinten hält er sich gut. Denke nach 5500km ist er ebenfalls zu ersetzen. Für einen Reisereifen definitiv zu wenig Laufleistung.

Gepäcksystem: KRIEGA Overlander 30 und Drypack 20
+
Ich bin grundsätzlich ein Fan von KRIEGA Produkten! Die Packtaschen stammen eigentlich von meiner KTM 690 Enduro R, passen aber auch herrvorragend an die XTZ750. Der totale Tascheninhalt von 50 Liter reicht locker um die Ausrüstung zu verstauen inkl. Campingstuff. Ein R20 Trinkrucksack von KRIEGA und ein grosser Noname Tankrucksack ergänzen die Gepäcklösung.
Die KRIEGA Taschen sind 100% wasserdicht, sehr robust bebaut und einfach im Handling. Der Schwerpunkt liegt tiefer als bei anderen Softbag-Systemen. Sehr empfehlenswert!
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Keine negative Anmerkung.

Navi: TomTom Rider 400
+
Nachdem ich mich mit Blaupunkt und Garmingeräten rumgeärgert habe, kaufte ich vor einem Jahr das Rider400 und bin restlos zufrieden damit! Das Display ist bei jedem Wetter einwandfrei ablesbar und die Bedienung ist kinderleicht und intuitiv. Es gibt die Funktion, wo man auf dem schnellsten Weg von A nach B gelotst wird, oder man hat die Möglichkeit, sich eine ‘spannende Tour’ rechnen zu lassen. Dafür tippt man mit dem Finger beliebig viele Punkt auf der Karte an und das TomTom verbindet diese zu einer interessanten Tour. Dabei kann man in jeweils drei Abstufungen wählen wie kurvig und wir bergig die Strecke sein soll.
Will man eine Tour zuhause am Rechner planen, hat das Gerät einen SD Kartenslot.

Keine negative Anmerkung.

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Zelt: HILLEBERG Nallo 3 GT (3 kg)
+
Robuste Verarbeitung, sinnvolle Details, leichtes und kleines Packmass im Vergleich zum Platzangebot. Das Zelt habe ich gebraucht gekauft und bin sehr zufrieden damit. Es lässt sich in 2-3 Minuten aufstellen und wieder zusammenfalten. Ok, ein 3-Personenzelt ist etwas gross für eine Person. Da ich es gebraucht gekauft habe, konnte ich nicht aufwählen. Die 2-Personenvariante ist aber nur 200gr. leichter und hat in etwa das selbe Packmass.
Bei früheren Touren hatte ich ein EXPED Mira 1 dabei. Dies hatte aber für meine Ansprüche zu wenig Platz für die Motorradausrüstung, Helm, Jacke etc.

Keine negative Anmerkung.

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Schlafmatte: SEA TO SUMMIT Comfort Plus Insulated rectangular L
+
Die grösste Matte im STS Programm, und auch die bequemste. Nichts ist schlimmer, als eine unbequeme Schlafmatte… . Habe auf der STS Matte gut geschlafen. Die Ventile ermöglichen ein schnelles Aufblasen und Ablassen.

Die Oberfläche ist rutschig und knistert. Das kann störend sein für Zeltnachbaren.

Schlafsack: SEA TO SUMMIT Spark SP 2 mit STS Expander-Inlet
+
Super kleines Packmass, super leicht, grossartige Daunenentfaltung, hochwertige Verarbeitung.

Zu warm für eine Tour im Juni. Die seitliche Öffnung ist nur etwa einen Drittel der Schlafsacklänge. Das habe ich anfangs vernachlässigt, aber beim Gebrauch hat es mich gestört. In wärmeren Nächten bleibt so keine Wärmeregulierung.
Material raschelt, was für Schlafnachbaren störend sein kann.

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Klappstuhl: Therm a Rest TREO Chair
+
Ein Klappstuhl mitzunehmen, daran habe ich erst gedacht als mein Reisekollege Oli mit de Idee kam. Eine hervorragende Idee! Man kommt auf dem Zeltplatz an und stellt als erstes seinen Stuhl auf – cool! Jedenfalls tausendmal besser als immer am Boden zu sitzen wie ein Neanderthaler.
Der TREO ist mit wenigen Handgriffen aufgestellt und superbequem. Ich empfehle den Stuhl jedem Motorradfahrer, Camper oder Hobbyfischer!

Der Stuhl wiegt 1kg. Das ist viel, aber zusammengefaltet ist der Stuhl kompakt und nicht länger als ein Paar FlipFlop.

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CRABMOTORS ist KRIEGA, SEA TO SUMMIT, EXPED und Therm A Rest Händler. Wenn ihr eines der vorgestellten Produkte, oder ein anderes Produkt der Marken, bestellen möchtet, schreibt mir ein Mail an mail@crabmotors.com. Ich kann euch gerne beraten.



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